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The NEW one ... |
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Die neuen Dragonblood Pellets können keine Wunder bewirken aber sie können ungemein helfen.
Diese Pellets werden mit einem speziellen Fertigungsverfahren hergestellt.
Die Grundbasis des Mixes entspricht den bekannten Dragonblood Boilies.
Nach dem ersten Produktionsschritt werden die Pellets nochmals durch eine neue Maschine gefahren und mit einem Aktivator besprüht.
Die feuchten Pellets werden danach in Orig. Robin Red von Haiths gewälzt und bekommen somit eine weitere schnell lösliche Außenschicht.
Dies ist auf den folgenden Bilder sehr gut zu erkennen.

Durch diese besondere Beschichtung erzielt man eine sofortige Lockwirkung beim einbringen der Pellets ins Wasser.
Für mich sind die Dragonblood Pellets eine weitere Errungenschaft aus dem Hause Dragon Baits welche ich nicht mehr missen möchte.
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Fortuna du alte Schlampe ... ich liebe dich |
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Bin gerade vom Altarm heimgekommen, das Tackle ist im Keller verstaut, dass Keschernetz und die Matte „duften“ nach Fisch, ich knotze mit einem breiten Grinsen vorm Rechner und ein eiskaltes Schwechater befeuchtet nach einer weiteren „Radtour“ die ausgetrocknete Speiseröhre.
Was war das für ein Tag, nämlich einer, jener nie in Vergessenheit geraten wird. Vorbei die Zeit des Zweifelns und des Dauerblanks, heuer kommt mir kein Geraunze oder ein Gesuder über die Lippen – ich W.H bin völlig tiefenentspannt – innerlich ruhig und zufrieden, 5 Pulsschläge in der Minute, ganz wie ein Pottwal.
Es ist noch nicht lange her, da erzählte mir „Blackmax“ von einer neuen Rezeptur einer süßen Kugel meines favorisierten Baitherstellers. „Willy, der Flavour ist ein Hammer, Whiskey & Cream, dazu ist der Boilie jetzt weiß!“
Aber ich war skeptisch…Whiskey trink ich lieber selber und wenn süß, dann eher Scopex…mit dem cremigen Geruch zerronnener Butter, sitz ich mit positiven Gedanken hinter dem Rod Pod – Whiskey Boilies werf ich mir lieber selber in den Schlund. Vor einigen Tagen dann, als eine Flaute bei den Fischmehlkugeln eintrat, wählte ich wieder die Telefonnummer von „Blackmax“:
„Herst Hannes, wäre es möglich, dass ihr mir die angesprochene Kugel mit Scopex flavourt, du weißt, in dieser Hinsicht bin ich etwas eigen…“
„Willy, wir werden schaun was sich machen lässt, i kenn das eh, du sollst ja mit einem guten Gefühl am Wasser sitzen!“
So nervte ich „den Langen“ die letzten Tage ständig und ich wundere mich, dass er noch abhebt, wenn auf seinem Display meine Handynummer erscheint…
Da ich keine süßen Boilies zu Hause hatte, besorgte mir mein Buschkamerad Alex 2kg von den Whiksey und Cream Boilies. Mit den Gedanken: „Scheissegal, probieren kann man sie ja…“ – montierte ich am Sonntag den 27.06.10 2 Stk dieser Whiskey Cream Kugeln am Haar.
Ich knotzte am „Cosmic Egg“ Platz und harrte mit Milliarden von Blutsaugern (es war nicht mehr normal, die Viecha attackierten die einzige Stelle wo kein Gelsenschutz aufgetragen war – nämlich meine Augen – kein Scheiß) der Dinge.
Nach rund 1 Std kam Run und so wie der Fisch von einer auf die andere Seite schoss, ein Halbstarker. Der Schuppler mit rund 5kg wurde versorgt und releast. Nau, funktionieren ja doch die Whiskeymurmeln, mit einem breiten Grinsen und zuversichtlicher, schlenzte ich die 2 Kugeln am Haar wieder vor das Seerosenfeld.
Kurz danach kam „se late Börd“ Sludge H. samt Freundin und er war vom neuen Platz sehr angetan. „Oida….do schauts jo aus wia in Louisiana – echt a Hammer!“
Die nächsten Stunden verbrachten wir wartend und quatschend – es war ein wirklich herrlicher Tag, die Sonne strahlte vom Himmel, die Frösche quakten, Libellen flogen durch den Busch und wir mittendrin, statt nur dabei.
Es wurde Mittag und wenn mich jemand gefragt hätte, ob sich noch was tut, sprich ob sich die Rollen in Bewegung setzen würden, ich hätte voller Überzeugung mit „Nein!“ geantwortet. Ich hätte darauf auch gewettet – mind. 100,- Euronen!
Der Zeiger der Uhr bog um die Kurve und um 12:30h meldete sich mein ATTs – wow, so ist das Karpfenfischen, man lungert völlig entspannt am Sessel und auf einmal ein „Pieeeeeeeeeeeeeep“ der den Herzschlag von 0 auf 100 rasen lässt!
Ich nahm die Rute auf und merke sofort – Halbstarker ist das keiner, das ist ein Starker. Der Fisch setzt sein Gewicht ein und zog mit enormen Kräften rechts weg. Alex merkt das sofort und nahm seine Rute raus und murmelt nur was von: „Jawoi Oida…das ist ein Guter!“
Verdammt, der Fisch ist nicht aufzuhalten und zieht immer weiter nach rechts, wo sich auch Seerosen und Schilf befindet und eine Birke zwischen mir und dem Altarmmonster, um den Winkel etwas zu verbessern. Auch das schnallte der Mausrocker sofort und so fädelten wir die Rute um den Baum und danach drückte er mir den Stecken wieder in die Hand. Endlich, nach einem gehörigen Druck meinerseits, zog der Fisch wieder ins Freiwasser und wieder murmelte der Slutsch neben mir: „Das ist ein 15+, schau nur wie er die Kraft reinhängt“ – die Rute bog sich und die Bremse sang das Lied des Drills. „Knack, knack, knack, knack“ unaufhörlich nahm er Schnur und zog wieder ins Seerosenfeld vis a vis – wieder musste ich die Bremse zuknallen und ihn vom Hindernis fernhalten. Ich pumpte den lebenden Mehlsack wieder zu mir her, öffnete leicht die Bremse, aber da nahm das Biest schon wieder einige Meter Schnur…..das wiederholte sich einige Male und die Knie begannen zu zittern: „Bitte schlitz nicht aus, bitte schlitz nicht aus…hoffentlich hält der PB Haken, hoffentlich alle Knoten“ - wenn sie alle reden vom „herrlichen Drill“ – jop, der Drill ist herrlich, aber erst immer dann, wenn man den Fisch vor die Linse hält, der Kampf selbst ist nicht herrlich, die Knie schlottern etwas und Schweiß sammelt sich und man ist ungemein nervös und das Adrenalin tropft einem aus den Ohren – so schauts aus!
Langsam kam der Fisch höher und wieder hörte ich den Mausrocker: „Bist du denn deppat – das ist ein 15+ - schau da den Wödfisch au…“
„Jop, owa no is er ned auf der Matte….“
Wieder taucht das Buschmonster ab und wieder gibt die Rolle das unbarmherzige „knack, knack, knack“ von sich – was hat der Fisch für eine Kraft…aber ich hatte ihn auf der sicheren Seite, wenn er jetzt nicht mehr viel Schnur nimmt und nicht schlitzt ist er mein! Wieder kam er hoch und kurz darauf verabschiedet er sich mit einem Schwall Wasser in die tieferen Regionen! „Nana, der is no ned so weit“ kam vom Mausrocker! Seine Freundin die Isa ist schon fest am knipsen und hält den Mörderdrill für die Nachwelt fest. Endlich, man merkte, dass der Fisch immer mehr an Kraft verliert und der erste Kescherversuch klappte.
Im Duett kam vom Alex und mir das obligatorische „Yeaaaaaaaaahhhhh“ – „Willy – i scheiß mi au – des is da 20+!“
Ich hievte den Fisch aus dem Wasser und wusste, dass der „Meter aus Meidling“ recht hat – und sogar deutlich über der 20kg Marke, aber alles Weitere wird mir die Reuben Heaton erzählen.
Die Waage wurde genullt und ich stemmte den Fisch und meinte zum Alex, er soll es ablesen: „Oida…..23,30kg!“
23,30kg aus einem Donaualtarm – ich konnte es irgendwie nicht fassen - ich Glücksschweinderl – schön muss man nicht sein…Muhahahahahah!
Beim darauffolgenden Fotoshooting, zeigte es sich wie angenehm es ist wenn man zu 3. ist. Alex Freundin Isa machte zig Fotos, während er den Fisch immer nass hielt und mir Anweisungen gab.
Oh Mann war es geil, dieses Monster anzuheben und in die Kamera zu halten – ein Gefühl…unbeschreiblich schön und befreiend.
Zum Fisch: ein dunkler Altarmschuppi mit einem weißen Saum an der Schwanz- Brust- und Bauchflosse – wir tauften ihn „Whitefin“ und der Moment, als er releast wurde, war grandios….er schob seinen dunklen, massigen Körper wieder zurück in den Unterwasserdschungel.
Das Heimfahren mit Rad und Anhänger fiel mir dieses Mal überraschend leicht und ich flog förmlich über die Donauinsel.
Zu Hause angekommen, wählte ich sogleich die Nummer von Blackmax: „Herst Hannes, die Whiskey & Cream Kugeln nehm ich doch so, wie sie sind, do brauchts ned extra umscheissn – und zwor glei einen 14kg Kübel in 24mm! Muhahahahahahahaha!
Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei Isa (für die geilen Fotos), bei Alex (für die Hilfe beim Drill und beim Versorgen des Fisches) und last but not least bei Hannes Novak! (weil ich ihn die letzten Wochen so unnötig quälte)
Hammer, was soll da dieses Jahr noch kommen – scheißegal, ich bin glücklich!
Nur Digge!
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Vom schlechtem Karma und frühen Vögeln! |
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Keine Angst, in diesem Bericht geht es nicht darum, um welche Uhrzeit ich den Akt vollziehe, es ist lediglich ein weiterer Fangbericht.
Einleitend möchte ich das Kapitel Angelkollege anreißen. Seit heuer bin ich ja kein Einzelkämpfer im Altarmdschungel, denn es hat sich mein Muddykollege und Trapmaster himself, Herr Alex „Mausrocker“ Hager dazugesellt. Zu zweit ist vieles leichter (fotografieren, den Blank überbrücken, neue Spots im Busch erkundigen, Schmäh führen…)
So weit so gut, aber bei der 2. gemeinsamen Session, als mich die Brassen quälten und er wunderschöne Karpfen fing, bemerkte ich Seltsames…
Sein Grinsen wurde immer gemeiner um nicht zu sagen dreckiger („Muhahahaha Willy des wird scho, schau ma halt zu und lern“) und bei einem Fangfoto, das ich machen durfte, bildete ich mir ein, dass auf seiner Stirn 2 Hörner wuchsen. (vielleicht nicht direkt wuchsen, aber sie versuchten verzweifelt die Haut seiner Stirn zu durchbrechen)Der Gipfel aber war, als er nach dem Releasen des Göbn zu mir kam und meinte: „Oida, wennst wüßt, zeig ich dir mein Antibreamrig!“ Und ich schwöre, als er das aussprach, schob sich eine unnatürlich dunkle Wolke vor die Sonne und für einen Moment war es mucksmäuschenstill. Kein Zirpen der Grillen, kein Quaken der Frösche….nichts, nur absolute Stille.
Von diesem Zeitpunkt an wusste ich, dass es ein schwieriges Jahr wird. Ich musste nicht nur gegen Wind und Wetter, den dichten Dschungel und Beißflauten ankämpfen – nein, auch gegen das schlechte Karma des Alex „Mausrocker“ H.

Vor einigen Tagen machte ich mir mit Alex auf Skype die nächste Session aus. Welcher Platz es denn werden soll?
Alex: „Natürlich der Ameisenbaumplatz! Dort fang ich wie blöd…..“
Ich: „Ok, ich knotze mich dieses Mal auf den Krüppelbaumplatz, ich spüre, dort geht ein Großer.
Alex: „Na ok, schließlich brauch ich einen Fotografen, der meine Wasserschweinderl fotografiert. Muhahahahahaha!
Ich: „Ab wann bist du unten, ich sicher noch vor 7h.“
Er: „Na bist org, da schlaf ich noch…so gegen 9-10h, weil die Monsterkarpfen gerade um diese Zeit aktiv werden!“
Ich: „Ok, wir sehn uns!“
Es kam der Samstag und der Wecker schepperte um 5h früh – schnell mit meinem Hund eine Gassirunde gedreht und danach den Fahrradanhänger bepackt. Um exakt 05:52 fuhr ich mit Fahrrad und Anhänger von Schwechat in Richtung Busch. Beim Anstieg vom Kraftwerk Freudenau waren meine Oberschenkel schon hart wie eine Stahltraverse. Endlich erreichte ich den Busch, schnell die Montagen mit den göttlichen Kugeln bestückt und mittels Seitwurf vor das Gehölz und Seerosen befördert. (dieses Mal mit etwas Sicherheitsabstand)
Ich nahm mir ein Pfeifchen zur Hand, stopfte es mit Ashton Consummate Gentleman (der Tabak dürfte nach mir benannt worden sein) und entzündete es – ich genoss die Morgenstunden am Donaualtarm.

Nach rund 1-2Std meldete der Bissanzeiger einen zaghaften Piep, der sich gemächlich in einen Run entwickelte. (von wegen – es gibt nur einen Run – den Vollrun)Und der Drill entwickelte sich so, wie ich es erhofft hatte. Keine ultraschnelle Flucht in Richtung versunkene Bäume, keine schnellen Richtungswechsel, (was beides auf Halbstarke hindeutete) – nein, dieser Fisch schwamm gemächlich und setzte sein Gewicht ein.
„Jawoi, das ist er – das erste wirkliche Schweinderl des Jahres 2010 – bitte, bitte schlitz nicht aus….“
Endlich hatte ich ihn an meiner Uferseite und ich sah den Fisch das erste Mal. „Ja, das ist ein 15+ Jaaaaaaaaa! Oida konzentriere dich, noch ist er nicht im Kescher.“
Aber der erste Kescherversuch klappte und mir fiel ein zentnerschwerer Stein vom Herzen.
„YESSSSSSSSSSSSS, das erste Altarmmonster 2010 bezwungen und das schlechte Karma des Mausrockers besiegt. Auf gings zum Fotoshooting, das weil ich noch allein am Wasser war, wieder ein „Gsturl“ war, aber es gelang. Danach wurde der Riese sanft releast und ich beobachtete ihn, wie er majestätisch im blaugrünem Element verschwand. Wie geil!!!!
An diesem Tag fing ich noch 3 andere Fische, die aber knapp unter der 10kg Grenze blieben.


Um ca. 09:30 hörte ich ein Rascheln hinter mir im Busch, ich tippte auf ein Mauswiesel oder einen kapitalen Feldhamster, aber nein, weit gefehlt, es wurde der Auftritt des Langschläfers. Auf der Buschbühne erschien der Trapmaster höchst persönlich, der bepackt wie ein Esel auf mich zusteuerte.
„Dere Willy und host scho an gfaunga?
Von mir kam keine Antwort nur ein breites Grinsen!
„Oida….host a Monster gelandet?
Wieder keine Antwort – ich lotste ihn lediglich zur Kamera und zeigte ihm die Bilder.
Während er trenzte, stammelte er die Worte: „Na Oidaaaaaa – Willy du Sau!“
Muhahahahahahahahaha und im astreinen Oxford English kamen mir die Worte:
„SE ÖRLY BÖRD, IS CATSCHING SE SQUÖRM!“ – über die Lippen.
Danach machte Herr Hager wieder einen auf Chris Yates und bestieg den Krüppelbaum, um nach Karpfen Ausschau zu halten. Keine halbe Stunde später, fing er einen Halbstarken.
Danach haben wir uns noch ein paar Stunden über die Szene lustig gemacht und genossen den Tag am Altarm.
Am Nachmittag vor dem großen Regen bepackte ich wieder meinen Anhänger und fuhr Richtung Donauinsel – wo gerade ein Radrennen stattfand. Und man stelle sich vor – ich mit Radl und Monsteranhänger mittendrin.
Ein Ordner schrie in meine Richtung: „Hörns do könnens ned fohrn, sehns ned das do grod a Radrennen is?!“
Ich: „Des is ma wurscht, i muass Richtung Kraftwerk, glaubens i fohr mit dem ganzen Klimbim wieder retour – sicha ned!“
So wurde ich von Ordnern vorbeigelotst und die Leute jubelten am Strassenrand und ich dachte bei mir: „Redet sich schnell rum, wenn man einen Riesen fängt – Muhahahahaha!“
Nur Digge!
Willi alias Rasko
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Doppelschlag |
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Wir schreiben bereits Anfang Mai. Nach meiner erfolgreichen Aprilsession werde ich nun wieder einige Tage in Stockerau verbringen. Dieses Mal mit Marcus, einem anderen langjährigen Freund und Angelpartner. In der Zwischenzeit hat sich der Frühling voll durchgesetzt. Auch die Wassertemperatur ist mittlerweile auf 15 Grad angestiegen, was mich zuversichtlich stimmt.
An der strategischen Befischungstaktik ändere ich im Vergleich zur April-Session nicht allzu viel. Ich habe vor, dieselben erfolgreichen Spots wie im April zu befischen. Gleich in der ersten Nacht hatten wir beim Seerosenspot einen Run zu verzeichnen. Leider flüchtete der Fisch auf direktem Weg ins Seerosenfeld und stieg aus.
Dies blieb dann die einzige Aktion der Nacht, obwohl die Bedingungen schlichtweg perfekt waren. Es war eine wolkenverhangene, feuchte und extrem dunstige Nacht und eigentlich wartete ich ständig auf einen weiteren Biss, aber der kam nicht ! Anders als im April war es nun tagsüber bereits sehr warm bis zu 25 Grad. Die Sonne lachte vom Himmel, doch wir wussten beide dass dies für diesen See keineswegs die optimalen Bedingungen waren. Die Karpfen standen nun hoch und waren an einer Futteraufnahme kaum interessiert.
Als wir am darauffolgenden Tag in einer nahegelegenen kleinen Bucht einige große Fische lokalisieren konnten, war schnell ein neuer Plan geschmiedet. Wir stalkten mit nur einer Rute und legten genau im Zentrum der Bucht etwas Futter und eine Festbleimontage mit einem in 5 Zentimeter Höhe aufgepoppten Dragon Blood Popup ab und warteten.
Doch der gewünschte Erfolg blieb leider aus und nach einigen Stunden zogen wir wieder etwas enttäuscht ab. Den Karpfen war bei diesen Temperaturen tagsüber anscheinend doch nicht nach Fressen.
Der beste Flavour der Welt heißt Zeit so sagt man und diese Weisheit sollte sich auch in dieser Session bestätigen. Denn auch die zweite Nacht sollte ähnlich wie im April auf vier ausgelegten Montagen kein Resultat bringen.
So begaben wir uns wieder mal auf neue Spotsuche und wurden auch fündig. Dieser Spot sollte auf Anhieb funktionieren ! Brachte er uns doch schon nach kurzer Zeit nach dem Auslegen gleich den ersten Biss. Doch auch hier gab es im Drill Probleme. Der Fisch war auf direktem Weg in einen unter Wasser befindlichen Ast geschwommen und hatte sich dort festgesetzt. An einem normalen Drill war unter diesen Umständen nicht zu denken. So manövrierte mich Marcus mit dem Boot direkt an das Hindernis und ich versuchte die Schnur irgendwie freizubekommen.
Angesichts der vielen Dreikantmuscheln die auf dem Ast „wohnten“ und im glasklaren Wasser super zu erkennen waren, überkam mich ein Schaudern. Wie lange sollte das meine 50iger Mono-Schlagschnur wohl überleben. Doch manchmal ist einem das Glück besonders hold. Denn nach längerem Hin und Her gelang es uns, den immer noch festgeschwommenen Fisch samt Ast zu keschern ! Der Schuppi war mit 11,80 Kilogramm zwar kein ausgesprochener Riese, hatte uns jedoch einiges zum Lösen aufgegeben.
Damit sollte der Bann gebrochen sein, so dachten wir. Doch leider blieb dieser Spot dann in weiterer Folge unproduktiv und brachte keine Ergebnisse mehr. Nun setzten wir große Hoffnung auf den Wetterbericht, der eine Änderung der Wetterlage prognostizierte. Nun, vor allem im Frühjahr können sich Wetterkapriolen fatal auf die Fischerei auswirken. Doch der Bericht klang nicht mal so schlecht, denn eine durchziehende Front sollte einen Mix aus Wolken, Sonne, Regen und damit verbunden etwas Abkühlung bringen.
So harrten wir geduldig der Dinge. „Time is on my side” trällerte ein Titel der Stones aus dem Radio. Wie treffend dachte ich mir. Das Wetter stellte sich nun in den folgenden Stunden nach und nach um. Der Wind blies genau in die richtige Richtung. Und urplötzlich begann der Hexensabbat und schlagartig ging es los !! Es öffnete sich ein Zeitfenster von etwa 24 Stunden in denen die Fische äußerst aktiv waren und da passierte Fantastisches !!! Zunächst konnte ich einen Traumspiegler mit 24,30 Kilogramm fangen.
Einen Fisch mit extrem hohem Wiedererkennungswert, da dieser Karpfen eine verkrüppelte Schwanzflosse aufweist. Keine 12 Stunden später der nächste Biggie, ein weiterer Spiegler mit 25,60 Kilogramm, dieser Fisch ist als „Big Lady“ bekannt. Wahnsinn !!! Innerhalb von 24 Stunden gelang uns der Fang der beiden größten Spiegelkarpfen des Gewässers.
Genauso schnell wie der Spuk begann endete er auch wieder. Die Abkühlung wurde letztendlich immer markanter und endete am letzten Tag unserer Session im Starkregen. Natürlich hatte das Wetter einen Hauptanteil an unserer Erfolgsstory. Doch als die Karpfen mit der Futteraufnahme begannen, fanden sie unsere Dragonblood anscheinend einfach unwiderstehlich. Ein Wort zu meiner Montage: 85 Gramm Inline-Festblei in Verwendung mit 15 Meter 50iger Mono-Schlagschnur, geflochtenes Vorfach 25 lb, mit Haken Penetrator Größe 4, Line Aligner. Köder: 20 mm Dragon Blood Schneemann (1 Sinker, 1 Popup).
Robert Roula für Dragon Baits
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